|
Die ersten deutschen Kolonisten sind in Georgien historisch betrachtet ab 1817 erschienen. Vor dem Beginn des Zweiten Weltkrieges wohnten in Georgien bis zu 40.000 Deutsche. Nach der Verordnung des Staatlichen Verteidigungskomitees der UdSSR vom 08. 10. 1941 wurden 23.580 Deutschstämmige aus Georgien nach Kasachstan umgesiedelt. Von der Deportation haben sich nur die Frauen deutscher Abstammung gerettet, die mit Personen anderer Nationalitäten verheiratet waren. Aus der Verbannung sind nur einige zurückgekehrt. Sie haben sich hauptsächlich in der Stadt Rustawi (neben Tiflis/Tbilissi) angesiedelt, es leben aber auch in den folgenden Ortschaften Angehérige der deutschen Minderheit: Bolnisi (das ehemalige Katharinenfeld), Asureti (das ehemalige Elisabethental), Kutaisi, Batumi, Borzhomi u. a.
Die überwiegende Mehrheit der Deutschen in Georgien ist russischsprachig. Die deutsche Sprache als Muttersprache ist nur bei wenigen Deutschen der älteren Generation erhalten geblieben. Um der sprachlichen Assimilation entgegenzuwirken, werden Deutschkurse bei der Assoziation organisiert, die die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Georgien finanziert.
Die Assoziation der Deutschen Georgiens "Einung" wurde am 15.08.1991 registriert, die letzte Registrierung der Organisation entsprechend des neuen BGB fand am 07. 08. 2006 statt. Die Assoziation hat zu Zeit ca. 2000 Mitglieder, die Mehrheit von ihnen wohnt momentan in der Stadt Tiflis/Tbilissi. Der Verein fördert einen deutschen Kindergarten namens "Veilchen" und ein Jugendtheater.
|